Schmitten → Schafläger (2810m)

Der Guggernellgrat ist ein langer, wild gezackter Felsgrat in der Strelakette bei Davos . Er verläuft vom Guggernell im Westen bis zum Spitzig Gretli im Osten. Punkt 2810 auf diesem Grat erscheint vom Albulatal aus als eigenständiger Gipfel zwischen dem Guggernell und dem Tiaun. Er wird als "Schafläger" bezeichnet und ist vom Bergdorf Schmitten aus ziemlich direkt über seinen Südrücken zu erreichen.

Video

Ausgangspunkt

Postautohaltestelle Schmitten Dorf. Parkmöglichkeiten für Autos beim Schulhaus und beim Eisplatz.

Tourdaten

  • Weglänge: 12.7 km
  • Höhendifferenz: ↑↓ 1650 Hm

Routenbeschreibung

Von der Postautohaltestelle Schmitten Dorf zweigt ein Wanderweg wenige Meter westlich der Metzgerei Balzer von der Hauptstrasse in den Wald ab und führt hinauf in Richtung Zaplina und Erzgruben. Mit schönen Tiefblicken auf das Schmittner Tobel kommen wir zunächst zu den Ferienhütten von Acla. An diesen vorbei zur Einmündung in die Waldstrasse. Direkt auf der gegenüberliegenden Seite führen Stufen hinauf in den Wald (weiss-rote Markierungen).

Durch den Bergwald ansteigend immer den (zuletzt etwas undeutlichen) Markierungen folgend, bis der Wanderweg von Raglauna nach Zaplina erreicht wird. Nach rechts (Osten) weiter und kurze Zeit später zu einer Waldlichtung am Fuss der steilen Weiden von Zaplina (Wegweiser und Brunnen).

Zunächst in der steilen Grasmulde hinauf, bis nach etwa 50m deutliche Wegspuren nach links (W) führen.Diesen folgen und an Arvengebüsch vorbei auf die weiten Grashänge von Parnedi. Der spitze Gipfel des Schafläger ist nun gut sichtbar. Über den Grasrücken weglos direkt in Richtung Gipfel aufsteigen.

Weiter oben verengt sich der Rücken zunehmend zu einem schuttigen Felsgrat. Der erste Abschnitt der Gratkante kann rechts (O) über abschüssige Geröllbänder umgangen werden. Man kann die Grataufschwünge und grasigen Felsköpfe aber auch alle direkt auf der Kante überklettern (brüchig).

Danach verbreitert sich der Grat wieder. Es geht weiter hoch über grössere, teils grotesk zerborstene und geplatzte Felsplatten und Geröll. Das Gelände wird nun steiler und wir erreichen die Schlüsselstelle: eine markante, glatte Kalkplatte mit einer gelb-roten Wildzonenmarkierung. Diese Platte kann entweder an ihrem Fuss nach links auf Schuttbändern einfach umgangen, oder hart an der Kante auf Reibung direkt erstiegen werden, wobei die Kante ausgezeichnete Griffe bietet (teils lose). Oberhalb der Platte geht es auf Schuttbändern zum Vorgipfel und von dort problemlos zum dahinterliegenden Hauptgipfel mit Gipfelkreuz und -buch.

Auf gleichem Weg wieder zurück.

Zusatzinformation

Unsere erste Besteigung vom Schafläger (mit Fotos) habe ich hier beschrieben.