Celerina → Piz Padella

Der Piz Padella bietet eine beeindruckende Aussicht über die weite Talebene des Oberengadins und die Berge um St. Moritz herum. Die Gondelbahn von Celerina nach Marguns verkürzt den Aufstieg wesentlich.

Video

Ausgangspunkt

Mit RhB zum Bahnhof Celerina und (fakultativ) Gondelbahn von Celerina nach Marguns.

Tourdaten

  • Weglänge: 9 km
  • Höhendifferenz: ↑ 615 Hm, ↓ 1174 Hm

Routenbeschreibung

Aufstieg

Vom Bahnhof Celerina laufen wir in Richtung der vom Bahnhof aus bereits sichtbaren Gondelbahn Celerina-Marguns und fahren mit ihr nach Marguns. Hierhin kann man natürlich auch auf der Alpstrasse laufen oder mit dem Bike aufsteigen (was aber eine Rückkehr vom Gipfel nach Marguns bedingt, während wir bei unserer Tour den Abstieg nach Samedan gewählt haben). Wer die Tour in der Gegenrichtung machen und nach Marguns absteigen will, kann dort als weitere Alternative auch ein Trottinett für die Abfahrt nach Celerina mieten.

Von Marguns an ist der Weg zum Piz Padella (weiss-rot-weiss) auf den Wegweisern angegeben. Zunächst geht es gemächlich ansteigend dem Hang entlang über Las Costas nach Munt da la Bês-Cha. Dort teilt sich der Weg; geradeaus geht es weiter unter dem Piz Padella vorbei zur Alp Munt, während wir aber nach links (Westen) in Richtung Fuorcla Valletta aufsteigen. Bei P.2530 zweigt wieder ein Weg nach rechts (N) ab. Auf diesem geht es nun steil in vielen Kehren zunächst durch gerölldurchsetztes Gras, später dann über Geröllhalden in Richtung Gipfel empor.

An einem grossen Felsturm ist der Weg mit Ketten gesichert, um den (unproblematischen) Aufstieg über ein paar grössere Felsblöcke zu erleichtern. Danach erreicht man eine kleine Kuppe (die auch im Abstieg passiert wird) und steigt zu einem Sattel knapp unterhalb des Gipfels auf. Die letzten Meter zum Gipfel führen über einen Hang mit Geröll und glatten, schräggeschichtete Felsplatten (bei Nässe und Schnee ev. etwas heikel).

Auf dem Gipfel befindet sich ein Wegweiser mit Gipfelbuch. Von hier aus herrliche Rundumsicht auf den Piz Ot, die Berge vom Val Bever, den Silvaplanersee, Pontresina und natürlich die vergletscherten Gipfel der Berninagruppe.

Abstieg

Zunächst wieder auf gleichem Weg bis zur Kuppe hinab. Von dort hinüber zu einem gut sichtbaren, grossen Steinmann. Hier beginnt der Abstieg in einer steile Geröllmulde hinab nach Sass Alv und zu den weiten Weideflächen der Alp Muntatsch. Da nach NO ausgerichtet, lag der Hang an unserem Herbsttag in eisigem Schatten, das Geröll war mit Triebschnee und Eis bedeckt und besonders im oberen steileren Teil stellenweise heikel zu begehen. Unten bei Sass Alv lief der Hang dann in der Sonne aus und wir konnten wieder an Tempo zulegen.

Von der Weggabelung bei der Alp Munt könnte man wieder nach Marguns und/oder Celerina zurückwandern. Wir sind aber durch den bereits herbstlich-gelb verfärbten Lärchenwald im Val Muntatsch und an der Kirche von San Peter vorbei direkt nach Samedan abgestiegen.

Fotos

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