Parpaner Rothorn → Aroser Rothorn

Das Parpaner Rothorn ist ein beliebtes Ausflugsziel und kann von der Lenzerheide aus schnell mit der Seilbahn erreicht werden. Wenn man gerade wenig Zeit oder Energie hat, aber trotzdem eine kurze und abenteuerliche Tour ohne grosse Höhendifferenz in alpiner Umgebung machen will, dann bietet sich der Übergang vom Parpaner Rothorn zum Aroser Rothorn an. Dorthin führte einst ein markierter Wanderweg, der schon seit vielen Jahren nicht mehr unterhalten wird. Mit Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und guten Schuhen sollten die 300 Höhenmeter hinüber zum Gipfel für T4-geübte Wanderer in einer Stunde aber gut zu schaffen sein.

Video

Ausgangspunkt

Parkplatz bei der Rothornbahn; mit der Rothornbahn zum Parpaner Rothorn (man kann natürlich auch laufen :)

Tourdaten

  • Höhendifferenz: ↑↓ 300 Hm

Routenbeschreibung

Von der Bergstation der Rothornbahn auf breitem Weg in Richtung Parpaner Rothorn (Ostgipfel). Auf halber Höhe im Anstieg sieht man bereits Wegspuren, die nach rechts in Richtung Aroser Rothorn abzweigen. Man folgt entweder diesen oder kann auch vom Ostgipfel aus auf einer Pfadspur über den Schutthang in die gleiche Richtung absteigen.

Der einstige Weg zum Gipfel des Aroser Rothorns war früher rot-weiss markiert. Viele dieser Markierungen sind übermalt worden, andere sind verblasst aber noch gut sichtbar, und zahlreiche rote Punkte, Pfeile und Steinmänner sind in der Zwischenzeit offenbar aus Eigeninitiative hinzugekommen. Wenn man aufpasst, ist die Route durch die abwechslungsreiche Felslandschaft also praktisch nicht zu verfehlen (ich selber habe das natürlich noch problemlos 2-3 Mal hingekriegt…).

Zuerst ist die Wegspur noch deutlich und einfach zu begehen. Bald stellen sich aber schon erste kleine und grössere Felsspitzen auf dem Grat in den Weg, man kommt aber immer noch auf deutlichen Spuren bequem daran vorbei. Eine grössere Erhebung muss links in der Flanke auf etwas abschüssigem feinen Schutt über Absturzgelände umgangen werden. Es folgt eine Passage mit spitzen Gratfelsen (leicht überkletterbar), etwas Gehgelände und dann ein grosser Aufschwung, den man von unten gesehen für den Gipfel halten könnte, der aber lediglich eine Stufe im Grat ist. Hier über grobe Blockfelsen empor, immer noch den Markierungen und der Wegspur nach.

Nach diesem "Vorgipfel" wieder über Gratfelsen und etwas Gehgelände bis an den Fuss des Gipfelaufschwungs. Dieser besteht wiederum aus Blockfelsen mit einer sehr sandigen Wegspur, die sich besonders im Abstieg als ziemlich rutschig erweist. Weiter oben erreicht man das geräumige Gipfelplateau mit zwei Steinmännern. Im rechten (südlichen) befindet sich das Gipfelbuch.

Abstieg zurück zum Parpaner Rothorn auf der gleichen Route.